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Zukunftsfähiger Standort: Österreich an die Spitze bringen!

Unter dem Motto „Zukunftsfähiger Standort: Österreich an die Spitze bringen!“ lud Beate Meinl-Reisinger, Initiatorin von Aufschwung Austria am 5. Oktober 2023 in den Technologiepark Raaba, um über den Wirtschaftsstandort zu sprechen.

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Wie ist es eigentlich um den Wirtschaftsstandort bestellt? Nach Jahren der Krise zeigt sich: Österreichs Wettbewerbsfähigkeit liegt im unteren Mittelfeld Europas. Viele unserer Nachbarn haben uns eingeholt, andere längst überholt. Die jüngsten Wirtschaftsdaten legen dar, dass Österreich in einer Rezession ist. Es könne nicht so weit kommen, dass nur mehr der Glaube an Österreich zähle, so Meinl-Reisinger einleitend. Höchste Zeit also, ins Tun zu kommen, um Österreich an die Spitze zu bringen.

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Am Podium (v.l.n.r.): Nikolaus Griller (Aufsichtsrat & Vorsitzender Gesellschafterausschuss Gebauer & Griller), Irmgard Griss (Juristin und ehem. Politikerin), Martin Pansy (Co-Founder & CEO Nuki) und Beate Meinl-Reisinger

Schwieriges Umfeld

„Die goldenen Zeiten sind vorbei“, resümierte Nikolaus Griller, Aufsichtsrat und Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von Gebauer & Griller. Die wirtschaftliche Lage, die hohen Energiepreise und die anhaltende Inflation seien herausfordernd. Die Unternehmen würden derzeit nicht ausreichend hohe Ergebnisse erzielen, um auch in Innovationen zu investieren. Ein schwieriges Umfeld auch für die derzeit laufenden Lohnverhandlungen.

Martin Pansy, Gründer und CEO von Nuki, bezeichnete Österreich als einen Standort mit allen Chancen. Dennoch sei Vieles besser möglich. Sein Unternehmen sei im letzten Jahr umsatzseitig um 70 Prozent gewachsen. Weniger bereite ihm das wirtschaftliche Umfeld Sorgen, eher die Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Fachkräfte aus neunzehn Nationen seien mittlerweile am Standort in Graz angestellt. „Das schlimmste Feedback ist, dass Österreich kulturell ausländerfeindlich ist“, so Pansy zur Willkommensunkultur in Österreich.

Eine Frage der Qualifizierung: Die beste Bildung für alle Kinder

Angesprochen auf die Frage der Qualifizierung unterstrich Irmgard Griss, ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofes und Abgeordnete zum Nationalrat, dass Bildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Es liege im Interesse des Staates, die beste Bildung für alle Kinder zu garantieren. Dem stimmte auch Nikolaus Griller zu, der im Rahmen von Teach for Austria zwei Jahre in einer Schule in Wien unterrichtet hat. Schließlich hänge der eigene Bildungserfolg in Österreich maßgeblich von dem der eigenen Eltern ab. Auch wenn Reformen im Bildungssystem auf sich warten lassen, würden Lehrkräfte bereits heute über Autonomie verfügen. „Wenn Lehrerinnen und Lehrer heute etwas ändern wollen, dann geht das“, so Nikolaus Griller. Wir sollten uns trauen, an Schulstandorten direkt Dinge zu verändern, forderte Nikolaus Griller.

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Beate Meinl-Reisinger und Martin Pansy

Die Steuerfrage als Klammer

In der anschließenden Diskussion dominierte die Steuerfrage. Einerseits leide der Standort unter der hohen Steuerlast. Innovative Unternehmen hätten wenig Anreiz, sich in Österreich niederzulassen. Andererseits sei es aufgrund der hohen Steuerlast für junge Menschen immer schwieriger, sich mit ihrer Arbeit etwas aufzubauen. Angesichts dieser Perspektiven zähle für viele Menschen in der Work-Life Balance das „Life“ eben mehr als die Arbeit, so Martin Pansy. Für einen jungen Normalverdiener sei es unrealistisch geworden, sich Eigentum zu leisten, so Martin Pansy. Viele würden daher mehr Freizeit einem hohen Einkommen vorziehen.

Mit Zuversicht in die Zukunft

In herausfordernden Zeiten sei es wichtig, die Zuversicht nicht zu verlieren, so Meinl-Reisinger abschließend. Die Jugend in unserem Land stimme sie mit Blick auf die Zukunft zuversichtlich, meinte sie. Irmgard Griss begründete ihre Zuversicht in der aktiven Zivilgesellschaft in unserem Land. Nikolaus Griller sah das starke Unternehmertum als schwunggebend für Österreich und Martin Pansy nannte den sozialen Frieden und Zusammenhalt in einem starken Europa als Zuversicht stiftend.

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