Zum Inhalt springen
Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.

Ein Abend mit Hannes Androsch

Zu einem Abend mit Hannes Androsch lud Beate Meinl-Reisinger, Initiatorin von Aufschwung Austria, am 16. März 2023 ins wiedereröffnete Parlament. Themen zwischen dem ehemaligen Finanzminister und Vizekanzler und der NEOS Politikerin waren Androschs Schlüsse aus den multiplen Krisen und seine Visionen für Österreichs Zukunft.

poster

Ein Ende der „Nabelschau des Minimundus Austriacus“ lautete Hannes Androschs einleitender Appell. Während die Welt in Unordnung und die Zeit aus den Fugen geraten sei, befände man sich hierzulande noch stets in einem Luftschloss der ideologischen Träume. Für Österreich sei ein Erneuerungsschub dringend notwendig. In den letzten fünfundzwanzig Jahren haben sich Österreich kaum vom Fleck bewegt, so Androschs Analyse zum innenpolitischen Status Quo. 

Überhaupt habe Österreich es verlernt, über die Baumgrenze hinaus zu blicken. Das Resultat einer zunehmend provinziellen Politik sei ein Reformwillen auf der Kriechspur. Nicht ohne Grund hätten uns die Niederlande, die Schweiz oder Skandinavien in Wettbewerbsfragen abgehängt und Tschechien, Polen oder die Slowakei längst eingeholt, zeigte sich Androsch überzeugt. 

20230316 AA BMR Androsch gross 4

Steuergeld mit der Konfettikanone

Einzig und allein im Geldausgeben führe Österreich weiterhin die Spitzenrankings an. „Der heutige Finanzminister macht in einem Jahr so viele Schulden wie ich in elf Jahren“, so Androsch über seinen Nachfolger im Finanzministerium. Diese Politik sei vergleichbar mit einer Konfettikanone, die Steuergeld wahl- und ziellos verteile. Wundern über die Inflationsrate, die in Österreich so viel höher als im restlichen Euroraum sei, dürfe man sich ob dieser Politik nicht. Längst sei die Ausgabenintensität ein Grund zur Sorge, eine Ausgabennotbremsung unumgänglich. 

Krisen als Motor für Erneuerung

Gerade Krisen müssten aber Motor für die Erneuerung sein, so Androsch. In seiner Zeit als Finanzminister habe die Bundesregierung die Ölkrise 1978 zum Anlass genommen, Steuern zu erhöhen, Innovation zu fördern und so durch Zukunftsausgaben aus der Krise zu kommen. „Mit dieser Politik haben wir die nächste Wahl auch gewonnen“, so Androsch, der überzeugt ist, dass die Wahrheit den Menschen zumutbar ist. Gerade in schwierigen Zeiten würden Menschen Halt und Perspektiven suchen. Es sei die Aufgabe von Politikerinnen und Politikern, den Menschen ihre Arbeit auch zu vermitteln und der Bevölkerung somit Halt und Perspektive zu geben.

Abschließend sprach sich Hannes Androsch für eine Schulterschlussregierung mit einem Fokus auf Zukunftsausgaben aus. Nur dann könne Österreich von der Kriechspur wieder auf die Überholspur gelangen. Sein Motto? „Österreich über alles, wenn es nur will!“ 

20230316 AA BMR Androsch gross 13

Vielleicht interessieren dich auch diese Artikel

DSC09805-5168x2908
17.04.2024NEOS Team1 Minute

It's the economy, stupid!

Am 10. April diskutierte Beate Meinl-Reisinger mit einem hochkarätigen Podium aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie über die notwendigen Reformen, die unserer Standort braucht, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und Österreich wieder zu einem attraktiven Ort für Unternehmen und Start-Ups zu machen.

It's the economy, stupid!
IMG 2457-5168x2908
01.02.2024NEOS Team3 Minuten

Female Future - Die Zukunft ist weiblich!

Damit ihre Töchter nicht dieselbe Kämpfe kämpfen müssen, ist es der Initiatorin von Aufschwung Austria, Beate Meinl-Reisinger, ein großes Anliegen, die gläsernen Decken in Wirtschaft und Politik zu durchbrechen und endlich für eine echte Gleichberechtigung und vor allem Chancengerechtigkeit zwischen Mann und Frau herzustellen.

Female Future - Die Zukunft ist weiblich!
image00036-5168x2908
29.01.2024NEOS Team1 Minute

Mittelstand Stammtisch in Wels: Mit den Menschen reden, nicht über sie!

Während der ÖVP-Chef nach 37 Jahren in der Regierung erneut angekündigt hat, was sie gerne umsetzen würde, und lieber über Menschen spricht, hat Beate Meinl-Reisinger mit den Menschen gesprochen: gemeinsam mit Sepp Schellhorn und Markus Hofer haben sie zu einem Mittelstand Stammtisch eingeladen, um mit mehr als 45 Unternehmerinnen und Unternehmern über die drängenden Fragen zu sprechen.

Mittelstand Stammtisch in Wels: Mit den Menschen reden, nicht über sie!