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Female Future - Die Zukunft ist weiblich!

Damit ihre Töchter nicht dieselbe Kämpfe kämpfen müssen, ist es der Initiatorin von Aufschwung Austria, Beate Meinl-Reisinger, ein großes Anliegen, die gläsernen Decken in Wirtschaft und Politik zu durchbrechen und endlich für eine echte Gleichberechtigung und vor allem Chancengerechtigkeit zwischen Mann und Frau herzustellen.

Unter dem Motto „Female Future - Die Zukunft ist weiblich“ hat Beate Meinl-Reisinger daher am 30.01. ins Parlament geladen, um mit einem hochrangigen Panel genau darüber zu diskutieren. In ihrem Anfangsimpuls berichtete so vor allem über ihre persönlichen Erfahrungen gesprochen: den täglichen Kampf, den eine Teilzeit-arbeitende Mutter jeden Tag zu kämpfen hat, die neben dem Job auch Kind und Haushalt zu schupfen hat - und wie sich Prioritäten in einer Partnerschaft ändern, sobald beide Vollzeit arbeiten. Außerdem erzählte sie von einer Begebenheit während der Corona-Krise, als die Schulen geschlossen waren und dies wortlos hingenommen wurde. „Home Schooling? Des mocht mei Frau wunderbor“, schilderte sie die Wort von August Wöginger, dem Kluobmann der ÖVP.

Wir wir aus genau diesem Rollenbild raukommen und zu echter Gleichberechtigung kommen können, welche Aufgaben die Männer haben und was die Politik tun muss, war Gegenstand der darauffolgenden Diskussion. Dabei waren Ursula Ressl, Gründerin von Female Forward und Wondermums, Brigitta Schwarzer, CEO der INARA GmbH, der Autor, Speaker und Trendforscher Ali Mahlodji sowie Lisa-Marie Fassl, Managing Partner bei Fund F by Female Founders. Moderiert hat Henrike Brandstötter, NEOS-Frauensprecherin.

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Brigitta Schwarzer, selbst Jahrzehnte lang in Führungspositionen tätig und damals oftmals die einzige Frau dort, meinte, dass früher nicht alles schlechter war für berufstätige Frauen. Den USP zu haben, als Frau in einer Fürhungsposition zu sein, hatte ihr auch oftmals einen Vorteil gebracht, meinte Schwarzer - und verwies darauf, dass sie es nicht ausstehe, wenn Frauen immer als schwach und schützenswert dargestellt werden. Ihr Appell: „Wir können was, verstecken wir uns nicht hinter der schwierigen Vereinbarkeit, sondern nehmen wir unsere Karriere selbst in die Hand!“

Ursula Ressl ist Gründerin von unterschiedlichen Unternehmen und Plattformen, u.a. Wondermums und Female Founders. Sie ist davon überzeugt, dass Unternehmen mit Frauen in Führungspositionen besser performen. Wenn sich diese Unternehmen Ziele im Bereich Diversity setzen, fangen sie plötzlich an, umfassend mit den Bereichen Recruitung, Arbeitszeitmodellen und ihren Prozessen auseinanderzusetzen - so, dass diese Unternehmen am Ende besser performen würden. Es liegt für sie also „nicht nur an den Frauen, es liegt auch am Weg dorthin.“ Ihre neueste Gründung, Female Founders, ist eine HR-Plattform, die Unternehmen dabei berät, wie sie Wiedereinsteigerinnen nach der Karenz einerseits findet und andererseits möglichst erfolgreich ins Unternehmen integrieren kann. Für Ursule sei es immer wieder erschreckend, wie weit hinten Österreich im Bereich Gleichberechtigung ist und was noch alles zu tun ist.

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Lisa-Marie Fassl ist selbst im Start-Up Bereich tätig und investiert ausschließlich in Unternehmen im Technologiebereich. Für sie ist es zentral, dass ALLE Menschen die Technologie mit entwickeln, die uns morgen noch stärker als heute begleiten wird, die unser Wirtschaftssystem weiter verändern wird. „Wenn lauter junge, weiß Männer, die alle gleich aussehen und alle dieselben Unis besucht haben, das gleiche denken und das gleiche lesen unsere Technologien entwickeln, wird das zu Problemen führen - daher sei gerade in diesem Bereich Diversität in alle Richtungen so wichtig.

Ali Mahlodji erzählte davon, wie stark klassisch-konservative Rollenbilder noch immer in unserer Gesellschaft verankert sind und wie schwer es ist, da raus zu kommen. Als er watchado gegründet hat, eine Plattform, auf der unterschiedlichste Berufsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche aufbereitet werden, wurden dort  bewusst klassische „Männerberufe“ von Frauen dargestellt und umgekehrt. Ihm sei es wichtig gewesen, die echte Realität darzustellen - wie z.B., dass die erste Software-Entwickler Frauen waren. Erst durch das Aufbrechen dieser Rollenbilder ist eine Gleichbereichtigung möglich, dafür brauche es aber ganz dringend auch die Männer, , so Mahlodji.

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In der darauffolgenden Diskussion mit dem Publikum wurden weitere unterschiedliche Aspekte aufgebracht, unter anderem wie wichtig die finanzielle Unabhängigkeit der Frau ist und welche große Rolle immer noch Altersarmut bei Frauen spielt und wie schwierig es aufgrund der fehlenden Kinderbetreuung ist für viele Frauen, Vollzeit zu arbeiten. Der Abend wurde beendet mit der Frage, was die Diskutant:innen am Podium und im Publikum machen würden, wenn sie Bundeskanzler:in wären - am häufigsten fiel eine Attraktivierung von Vollzeitarbeit, neue Karenzmodelle und einen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, insbesondere außerhalb Wiens.

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