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Aufschwung Austria Abend mit Christoph Wiederkehr

Seit dem Eintritt in die Bundesregierung vor einem Jahr hat sich für uns und Österreich einiges verändert. Am vergangenen Montag hat Klubobmann Yannick Shetty dies zum Anlass genommen, einen Blick auf das bevorstehende Jahr zu werfen. Klar ist: Nach dem Sanieren müssen jetzt mutige strukturelle Reformen folgen – Reformen, die für unseren Standort entscheidend sind. Da waren sich alle einig.

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Vor einem Jahr hat erstmals eine liberale Partei auf Bundesebene Regierungsverantwortung übernommen und ist seitdem ganz klar der Reformmotor dieser Koalition. In seiner Begrüßung erzählte Shetty, dass er häufig gefragt werde, was man mit 10 % in einer Dreierkoalition überhaupt erreichen könne. „Mehr als sehr viele überhaupt von uns erwartet haben. Sei es das Doppelbudget, das einen starken Fokus auf die Sanierung unseres Haushalts hatte, das Wiederaufschnüren des Beamtengehaltsabschlusses oder die erstmalige Anpassung der Pensionen nicht über die Inflationsrate hinaus. Dies bringt selten Applaus, ist aber notwendiger denn je“, antwortet er stets.

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Politik ist kein Selbstzweck

Es ist jetzt nicht die Zeit, nur Politik für das eigene Klientel zu machen. Wir müssen uns um die schmerzhaften Themen kümmern, die schon seit Jahren auf dem Tisch liegen. Die letzten Jahre waren von Einmalzahlungen und kurzfristigen Maßnahmen geprägt. Viele davon waren gut gemeint, aber langfristig nicht ausfinanziert und schlicht nicht nachhaltig. Ziel muss es jetzt sein, Spielräume für Investitionen in die Zukunft zu schaffen. Hier sind wir sehr froh, mit Christoph Wiederkehr einen Bildungsminister zu haben, der diesen Weg konsequent vorantreibt. Denn die Bildungspolitik von heute ist die Standortpolitik von morgen.

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Die Fachkräfte von morgen sitzen in den Klassenzimmern von heute

Vieles aus unserem Bildungssystem stammt noch aus einer Zeit, in der noch niemand über künstliche Intelligenz oder globale und digitale Geschäftsmodelle gesprochen hat. „Selbst in meiner Schulzeit gab es praktisch noch kein Internet – und ich bin gerade einmal 35 Jahre alt“, sagte Bildungsminister Christoph Wiederkehr. Nach jahrzehntelangem Stillstand kommt nun Schritt für Schritt Bewegung ins System. Dies mag vielleicht nicht allen gefallen, aber lassen Sie mich eines sagen: „Das Abendland und unsere humanistische Bildung werden auch überleben, wenn es in unseren Schulen ein paar Lateinstunden weniger gibt.“

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Die Weichen sind gestellt

Reformen passieren nicht einfach, sie müssen meist hart erarbeitet werden und entstehen nur durch intensiven Druck und hartnäckiges Dranbleiben. Reformpolitik bedeutet nämlich oft, Dinge anzusprechen, die lange verdrängt wurden. Sie bedeutet, unbequeme Fragen zu stellen. Und sie bedeutet, Veränderungen einzufordern, auch wenn sie nicht sofort Applaus bringen. Genau dafür steht Aufschwung Austria: Ein Ort, an dem Politik und Wirtschaft offen über Probleme sprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Wir müssen aber auch so ehrlich sein: „Ein Jahr reicht nicht, um die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte wegzumachen. Aber die Weichen sind gestellt – und wir sind bereit, diesen Weg weiter voranzutreiben.“

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