Aufschwung Austria Herbstfest mit Beate Meinl-Reisinger
Klubobmann Yannick Shetty eröffnete den Abend und die anschließende Diskussion mit einer Frage an das Publikum. "Würden Sie heute erneut ein Unternehmen gründen und sich für den Standort Österreich entscheiden? Wenn Ihre Antwort ,Ja, aber...' lautet, kann ich Ihnen sagen, dass unsere Arbeit genau dort beginnt und wir dies auch täglich vorantreiben."

Dabei geht es insbesondere um die hohen Kosten, die notwendige Geschwindigkeit und neue Chancen für Wirtschaftstreibende sowie den Standort. Dafür braucht es eine Entlastung des Faktors Arbeit sowie eine wettbewerbsfähige und verlässliche Energieversorgung. Gerade Letzteres zeigt, wie langsam und langwierig Entscheidungen und nötige Schritte immer noch sind. Wir brauchen klare Zuständigkeiten, keine Doppelgleisigkeiten und zügige Verfahren. Österreich muss im Zuge der Reformpartnerschaft endlich einfacher, schneller und handlungsfähiger machen. Drittens braucht es einen Staat, der solide wirtschaftet und durch Spielräume für Entlastung sowie entsprechende Zukunftsinvestitionen schafft.

Beate Meinl-Reisinger hob in Ihrer Ansprache die Bedeutung von verlässlichen Partnerschaften hervor. Die enorme Transformationsdynamik, in welcher wir uns derzeit befinden, werden wir nicht alleine als Nationalstaaten bewältigen können. Vielmehr werden wir ein geeintes Europa und einen starken europäischen Kapitalmarkt brauchen.
Mit Blick auf unseren Regierungspartner hoffen wir, dass sich dort bald klärt, wer Verantwortung übernimmt und Entscheidungen trifft. Österreich braucht eine handlungsfähige Regierung, um die anstehenden Reformprojekte umzusetzen. Gleichzeitig werden wir die Sozialdemokratie aber beim Wort nehmen, dass Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit auch Arbeitsplätze bedeuten.
Was die Beharrungskraft in diesem Land betrifft, betont sie, "dass wir nicht da sind, wo wir heute sind, weil es leicht war oder ist, sondern weil wir uns nicht damit zufriedengeben, wie es aktuell ist."

Beide betonen zudem, dass die hohe Inflation Österreichs Wettbewerbsfähigkeit geschadet hat. Umso positiv stimmt es, dass sich nun erstmals seit langer Zeit eine Trendwende abzeichnet und die Inflation in Österreich unter dem europäischen Durchschnitt liegen – auch, wenn das Niveau weiterhin viel zu hoch ist. Diese Entwicklung ist aber nicht alleine an der Bundesregierung zu verdanken. Sie ist vor allem auch ein Verdienst der Industrie und der Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land. Menschen, die an Österreich glauben, die an den Standort glauben und die daran glaube, dass es jetzt wieder bergauf geht.
Ein besonderer Dank galt an diesem Abend unserem Schwunggeber-Komitee, das Aufschwung Austria aktiv mitgestaltet und vorantreibt. Vielen Dank an Tatjana Oppitz, Marion Swoboda-Brachvogel, Manuela Lindlbauer, Alexander Zach, Gerhard Pichler und Jürgen Margetich für euer Engagement und euren wertvollen Beitrag!




